Alles, was man braucht

Was brauchen wir für ein gutes Leben? Nicht viel, meint Knut Thomsen. Etwas zum Essen, zum Trinken und die Freiheit, sich Zeit nehmen zu können für das eigene Tun.

Knut und seine Frau Berit haben einen Dorfladen aufgemacht – ein 40qm großes, lebensfrohes Universum aus regionalem Gemüse, sorgfältig arrangierten Regalen, Klönschnack und Zusammenhalt. Und eine von vielen Inseln in einem Meer aus Discountern, die die kleinen Läden auf dem Land fast überall verdrängt haben.

Der Film reist über nord- und ostdeutsche Dörfer und erzählt von ganz unterschiedlichen Menschen, die in diesem Vakuum aus verloren gegangenen Traditionen ihre Chance suchen oder Neues wagen: Eine ehemalige Verkaufsstellenleiterin rettet ihren Konsum durch die Zeit, ein Koch sucht seine Erfüllung in einem kleinen Lebensmittelmarkt, eine Höfegemeinschaft entwickelt auf einer alten LPG einen Bioladen und die Utopie von einer gerechten Welt, ein Bürgermeister baut einen Verkaufsautomaten und ein Supermarktbesitzer übernimmt die Versorgung der Halligleute im Wattenmeer.

Selbst als die Pandemie den normalen Alltag zum Erliegen bringt, schaffen sie es, das Wesentliche ihrer Arbeit zu erhalten: die Wertschätzung der Dinge und die gelebte Zuwendung zu anderen Menschen.

In diesem Sinn haben wir den Film gestaltet, auf allen Ebenen von der Kamera über die Animationen bis zur Musik und mit möglichst genauem Blick, der den ländlichen Alltag nicht idealisiert, sondern das stille Potential der Provinz zur Sprache bringt.

Regisseur
Antje Hubert
Land
Deutschland
Länge
98 Minuten
Genre
Dokumentarfilm
Produktion
Antje Hubert
Sprache
Deutsch
Jahr
2021

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