Los(ge)lassen

Ein extremer Wintersturm legt München lahm. Mitten drin wohnen drei Frauen zusammen, die sich in der überteuerten Metropole die Miete teilen. Die hochschwangere Alina wartet vergeblich auf einen Rückruf vom Vater in spe. Wegen des tobenden Sturms kann Christa nicht zur Arbeit. Sie war eine berühmte Skifahrerin, hat aber jetzt ein amputiertes Bein. Sie darauf anzusprechen ist keine gute Idee. 

Um Rücksicht schert sich Lucy, der die Wohnung gehört, am wenigsten. Sie ist überglücklich verliebt und freut sich auf den Tag im Warmen mit ihrer wunderschönen Freundin Jessica. Diese ist eine stille und sensible Zuhörerin, die sich über das schonungslose Wortgefecht der Frauen in der WG wundert. 

Der Vormittag könnte trotzdem ruhig verlaufen. Wenn nicht das aufkommende Blitzeis bedrohlich wäre und Alina gerade jetzt ihre Wehen kriegen würde. Kein Taxi, kein Krankenwagen kann sie abholen. Die Nachbarin Melissa, die in esoterischen Gefilden schwebt, kann ihr Auto auch nicht bewegen. Sie sind alle in der Wohnung eingeschlossen. Und trotzdem schafft es Alinas Mutter, Frau Hartmaier, zur WG zu stapfen. Was zu noch mehreren Konflikten führt. Sie gehen sich alle auf die Nerven. Alinas Wehen werden immer schlimmer, und zu allem Überfluss fällt der Strom aus. Die Stimmung kippt von handfesten Auseinandersetzungen zu emotionsgeladenen Geständnissen. Bis Alina nicht mehr kann. Jessica übernimmt unerwartet die Führung – denn es geht um Leben und Tod. Nur ein Zusammenhalt kann noch die Rettung sein.

Regisseur
Brigitte Drodtloff
Schauspieler
Josefina Vilsmaier, Mirijam Verena Jeremic, Salber Williams, Silke Popp, Ute Bronder, Valentina Sauca
Untertitel
Englisch
Jahr
2021
Länge
84 Minuten
Genre
Spielfilm
Produktion
Anne Nikitin, Brigitte Drodtloff, Jörg Schnitger
Sprache
Englisch, Deutsch
Land
Deutschland
Festivals Awards
Toronto Independent Filmfestival Lady Filmmakers Festival Los Angeles

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