Trümmermädchen

Deutschland 1946. Hunger, Trümmer und heimkehrende Soldaten. Die junge Charlotte ist schwanger, aber ihr geliebter Heimkehrer Ludwig will weder sie noch sein Kind. Um ihn für sich zu gewinnen und der drohenden Schande zu entgehen, schreibt sie sich für den "Fräuleinkurs" der Schauspielerin Gloria Deven ein, die im Faschismus ein aufstrebendes Filmsternchen war und nun Arbeitsverbot hat. Auf der Straße sagt man, dass man in dem Kurs lerne, wie man jeden Mann gewinne und an sich binde. Doch Gloria ist mit ihrem gnadenlosen Unterricht nicht daran interessiert die im Krieg unnötig gewordene Koketterie der Mädchen wiederzubeleben. Stattdessen erweckt sie in ihren Schülerinnen die Sehnsucht nach etwas, dass ihnen zu lange schon verwehrt wird: Freiheit.

Sie bildet aus den verunsicherten Frauen ein Kollektiv, das sich radikal gegen das Patriarchat stellt. Eine Utopie scheint möglich, doch dann kommen die Wunden der Vergangenheit wieder zum Vorschein.

Dieser Film will kein Historienfilm sein, denn er bildet keine angebliche Realität ab. Stattdessen nutzt TRÜMMERMÄDCHEN den historischen Kontext, um ein Thema zu behandeln, das aktueller nicht sein könnte und dabei die Frage zu stellen, wieso sich in Deutschland, das doch von Frauen wieder aufgebaut wurde, so schnell wieder das Patriarchat durchgesetzt hat.

Regisseur
Oliver Kracht
Schauspieler
Anna Gesa-Raija Lappe, Henning Flüsloh, Katja Hutko, Lara Feith, Laura Balzer, Lena Urzendowsky, Philipp Karner, Till Wonka, Valery Tscheplanowa
Untertitel
Englisch
Jahr
2021
Länge
117 Minuten
Genre
Spielfilm
Produktion
Marco Grönwoldt, Lennart Lenzing
Sprache
Deutsch, Englisch
Land
Deutschland

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