Wurlitzer oder Die Erfindung der Gegenwart

„Ein Stück vergessene Geschichte des Kinos...” Wurlitz, ein Ort mit einem klingenden Namen. Viele kennen sie noch: die Wurlitzer Music Box aus den 60iger Jahren. Nur Eingeweihten bekannt: die Wurlitzer Kino-Orgel, die den Stummfilm begleitete. Doch kaum einer weiß, dass auch der Erfinder des Lichttonfilms ein Wurlitzer ist: Hans Vogt.

Und während Music Box und Kino Orgel Kulturgeschichte geworden sind, ist der Lichttonfilm so aktuell wie zu seiner Erfindung vor 100 Jahren. Ausgangspunkt für alle drei Erfindungen ist dieser kleine Ort in Oberfranken. Hier wurde 1890 Hans Vogt als Sohn des Dorfschmieds geboren. Auf dem Jahrmarkt hat er sein Schlüsselerlebnis und die fixe Idee „den Ton zum Film dazu zu erfinden“. Möglich wurde dies durch seinen jüngeren Bruder Gustav, der an seiner Stelle die Dorfschmiede übernahm. Hans Vogt, Erfinder, Bastler, Eigenbrötler, Vegetarier, Abstinenzler zog es in die Ferne. Nach Berlin…

In „Wurlitzer oder Die Erfindung der Gegenwart“ verbindet sich die Geschichte des Tonfilmerfinders, der in die Fremde geht, mit den Wurlitzern, die am Ort geblieben sind.

"These images of rural Bavaria caught in the timeless cycle of life are quite breathtaking." (Jim Hickey Edinburgh Festival)

Regisseur
Antje Starost, Hans Helmut Grotjahn
Schauspieler
Gustav Vogt, Maren Kroyman
Land
Deutschland
Festivals Awards
Berlinale, Chicago, Edinburgh, Figuera da Foz, Rotterdam
Länge
95 Minuten
Genre
Dokumentarfilm
Produktion
Antje Starost
Sprache
Deutsch
Jahr
2022

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