Seit über einem Jahr demonstrieren Menschen vor dem georgischen Parlament gegen die autokratische Regierungspartei. Eine Gemeinschaft ohne Führung, vereint durch den Wunsch nach einer Zukunft Georgiens in Europa – uneins in der Frage, wie der Weg dorthin aussehen soll. Während die Regierung versucht, durch Polizeigewalt und Einflussnahme auf die Justiz die Demonstrierenden in Schach zu halten, rufen diese allabendlich die Namen der politischen Gefangenen aus. Einer der Demonstranten ist der zwölfjährige Aguna, der dort ohne Begleitung umherstreift. Die Geschichte eines Kindes, dem Erwachsene seine Kindheit nehmen – und das sich deshalb den Anspruch stellt, selbst erwachsen zu sein. Etwas, das sich Aguna von niemandem nehmen lässt.