Zeruya Shalev ist die Stimme Israels, ihre Themen: familiäre Konflikte, Liebe und Schmerz. Im Film erzählt sie ihre Familiengeschichte, die untrennbar mit der Entstehung Israels verbunden ist. Ein Gedicht, das Shalev mit elf Jahren schrieb offenbart die Melancholie eines Kindes, das in einem Land ohne Frieden aufwächst. 2004 überlebt sie nur knapp einen Terroranschlag, den sie erst Jahre später in ihrem Roman SCHMERZ verarbeitet. Auszüge aus Shalevs Werk, gelesen von Maria Schrader und Martina Gedeck, verweben sich mit den Erinnerungen der Autorin zu einem vielschichtigen Porträt. Gerade in Zeiten des Krieges erinnert sie sich an einen Satz der Dichterin Leah Goldberg: „Im Krieg über die Liebe zu schreiben ist nicht nur erlaubt, sondern eine Notwendigkeit.”